SK Vorwärts Steyr

 

SK Vorwärts Steyr  Tradition seit 1919

Kontinuität und Weitsicht in unsicheren Zeiten

Die Auswirkungen der globalen Corona-Krise auf den Fußball zu meistern, ist für unseren SK Vorwärts Steyr aktuell die größte Herausforderung, der sich die Verantwortlichen des Vereins stellen.

 

Finanzielle Härteprobe

 

Printmedien, ORF, ATV und weitere Medienvertreter haben bereits intensiv darüber berichtet. Die massiven Ausfälle von geplanten Einnahmen hinsichtlich Ticketing, Gastronomie, Merchandising und Sponsoring, die den SK Vorwärts aktuell bedrohen, werden durch ein vielseitiges, und von vielen Personen gestütztes, Maßnahmenbündel bekämpft. Allen voran ist hier die Initative „Vorwärts beats Corona“ zu nennen, die von der Szene Steyr zur Unterstützung des Klubs initiiert wurde. Außerdem werden Sponsoringlose zum Verkauf angeboten, der SK Vorwärts-Webshop wurde eröffnet und weitere Ideen sind gerade in Umsetzung. Trotz höchst angespannter Lage zeigt sich, dass die Vorwärts-Familie in schwierigen Zeiten zusammenrückt.

 

In nahender Zukunft steht der Verein vor weiteren großen Herausforderungen und Unsicherheiten. So wird man zuallererst abwarten müssen, ab wann denn überhaupt wieder der Ball rollt, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage im Umfeld des Klubs entwickelt und welche Auswirkungen dies in der bevorstehenden Saison 2020/2021 auf Sponsoringeinnahmen hat. Auch wie sich die Zuseherzahlen „nach Corona“ im Stadion entwickeln, ist eine offene Frage. Auf Grund der Vielzahl von Planungsunsicherheiten und der Prämisse des „konservativen wirtschaftlichen Handelns“ hat der Vorstand des SK Vorwärts weitreichende Entscheidungen getroffen.

 

Entscheidungen zur weiteren Stabilisierung

 

Wegen des aktuellen Versammlungsverbots ist es derzeit nicht möglich, die zweijährliche Hauptversammlung wie geplant im Juni abzuhalten. Gleichzeitig hat Präsident Reinhard Schlager im Kreise des Vorstands überzeugend darum geworben, dass das bestehende Vorstandsteam den Verein durch diese schwierige Zeit führt. Spätestens im Sommer 2021 wird die Hauptversammlung nachgeholt, sofern es vorher nicht möglich ist. Dazu haben sich die Vorstandsmitglieder bereit erklärt.

 

Es wurden weitere Einnahmenpotentiale gefunden, die nun, zeitlich abgestimmt, lukriert werden sollen. Diese sind maßgeblich von der Gesamtentwicklung (Wiederaufnahme Spielbetrieb, Start Saison 2020/2021) beeinflusst.

 

Bereits vor Corona wurde aus sportlicher Sicht versucht, den Kader kontinuierlich zu verjüngen, um diesen auch in den nächsten Jahren auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen. So wurden im vergangenen Sommer Transfers wie Dragan Marceta (19 Jahre), Pascal Hofstätter (20 Jahre), Nicolai Bösch (20 Jahre), Okan Yilmaz (21 Jahre) integriert. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Verein hier auch auf Leihgeschäfte angewiesen. Dieser Weg wurde im Winter mit den Transfers von Amar Hodzic (20 Jahre), Rahman Jawadi (21 Jahre) und der Integration des Eigenbauspielers Michael Martic (19 Jahre) weitergeführt. Auch in Zukunft setzen die sportlich Verantwortlichen auf junge Potentialspieler rund um ein stabiles Korsett. „Das Grundgerüst an erfahrenen Führungsspielern muss stehen. Rundherum sollen sich junge Spieler kontinuierlich weiterentwickeln“, sagt Sportchef Jürgen Tröscher.

 

Der Fokus liegt weiterhin auf Regionalität. Der SK Vorwärts will sein Profil als Sprungbrett in den Profifussball weiter schärfen. „Wenngleich es schwierig ist, permanent eine Vielzahl an zweitligatauglichen, jungen Spielern entweder selbst zu entwickeln oder diese in einem hochkompetitiven Umfeld im oberösterreichischen Zentralraum zu finden, muss dies DER Weg für den SK Vorwärts zur Etablierung als Ausbildungsverein abseits der Akademie-Karrieren sein“, beschreibt Jürgen Tröscher die Nische, die der Verein versucht zu nutzen.

 

Aufgrund der vorherrschenden Corona-Krise wird der Verein konservativ in seine Saisonplanung 2020/2021 starten und mit deutlichen Budgeteinbußen rechnen. Dennoch ist das Ziel eine positive Bilanz zu erwirtschaften. Trotz Verjüngung der Mannschaft ist die Erwartungshaltung weiterhin „ein konkurrenzfähiges Zweitligateam zu formen, ohne dass dies negative Auswirkungen auf den eingeschlagenen Weg hat“, so Tröscher. So sollen auch die JUNIORS in der kommenden Saison ihre positive Entwicklung fortsetzen, sportlich erfolgreich sein, individuell Spieler weiterentwickeln und für den Zweitligakader vorbereiten. „Die nächsten interessanten Talente aus den eigenen Reihen sind bei den Juniors und in den Nachwuchsmannschaften erkennbar.“

 

Strukturen im Verein professionalisieren

 

Parallel zur sportlichen Entwicklung rüstet sich der Verein organisatorisch für die steigenden Herausforderungen. Die enge Verzahnung zwischen den einzelnen Bereichen wurde, gerade in diesen Krisenzeiten, deutlich erkennbar. Die personellen Neuaufstellungen in den verschiedenen Bereichen zeigen positive Auswirkungen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Etablierung des Webshops und die damit verbundene Überarbeitung des Fanshop-Sortiments. Der intensivierte und zielgerichtete Austausch mit unseren Fans, der gerade in der Krise den handelnden Personen im Verein Kraft gibt, ist ein essentieller Schritt zur weiteren Entwicklung.

 

Zusammengefasst stellt der Verein mit Bedacht die Weichen für die Zukunft, um auch in den kommenden Jahren auf neudeutsch „fit for future“ zu sein. Wie dargestellt wird dabei auf Kontinuität und Unaufgeregtheit in schwierigen Phasen gesetzt. Hierbei wird auf die breite Unterstützung und Basis des Traditionsklubs gebaut.

 



Datum: 11.04.2020 | Bereich: Allgemeine News | Von:  jt

Tabelle

1
SV Ried
22
45
2
SK Austria Klagenfurt
13
37
3
FC Wacker Innsbruck
1
30
4
SK Vorwärts Steyr
5
27
5
FC Liefering
4
27
6
SV Lafnitz
0
27
7
SC Austria Lustenau
0
26
8
Young Violets Austria Wien
3
24
9
FC Juniors OÖ
-1
24
10
FC Blau-Weiß Linz
-5
23
11
SKU Amstetten
-6
22
12
FC Dornbirn 1913
-7
22
13
SV Horn
-2
21
14
FAC Wien
-7
21
15
GAK Grazer Athletiksport Klub
-7
19
16
KSV 1919
-13
19