SK Vorwärts Steyr

 

SK Vorwärts Steyr  Tradition seit 1919

"In Steyr war es richtig gemütlich"

Großer Applaus brandete auf, als Oleg Blochin am Freitag um 11.15 Uhr die VIP-Lounge in der EK Kammerhofer Arena betrat. Die heute 67 Jahre alte Fußball-Legende begann gleich mit einer Entschuldigung. Weil er sich vor kurzem einer Bandscheiben-Operation unterziehen musste, konnte er den Talk nicht stehend am Podium absolvieren, sondern nahm auf einem Sessel Platz.

 

OÖN und Zeppetzauer machten es möglich

 

Das Europas Fußballer des Jahres 1975 (damals vor Franz Beckenbauer und Johan Cruyff) überhaupt nach so vielen Jahren wieder nach Österreich gekommen ist, ist dem Vorwärts-Medienpartner Oberösterreichische Nachrichten zu verdanken. Für die Gala-Nacht des Sports im Brucknerhaus hat man Blochin eingeladen. Unter anderem, weil Österreich bei der Europameisterschaft 2020 in einer Gruppe mit der Ukraine spielt. "Es war sehr schwierig an ihn heranzukommen, weil Oleg Blochin kein Management hat. Ohne die Hilfe von Josef und Ludmilla Zeppetzauer wäre es nicht möglich gewesen", sagt Harald Bartl, stellvertretender Sportchef der OÖN.

 

"Wäre auch länger geblieben"

 

Ludmilla, die Frau des Bad Ischler Bauunternehmers Josef Zeppetzauer, ist in Kiew geboren und übernahm beim Talk in Steyr das Dolmetschen. "Leider konnte ich damals schon zu wenig Deutsch und das meiste davon habe ich jetzt vergessen", sagte ein sichtlich gut gelaunter Oleg Blochin. Dass er 1988 aus der Sowjetunion ausreisen konnte, war alles andere als einfach. "Es hat vier Monate gedauert", erinnert sich die Legende, die mit 35 Jahren zum SK Vorwärts kam. Und eineinhalb Jahre blieb. "In Steyr war es ruhig und richtig gemütlich. Ich wäre auch länger geblieben", so Blochin. Die Chemie mit dem damaligen Trainer hatte allerdings nicht gepasst.

 

Viel gewonnen, gerne gefeiert

 

Dass er vom großen Dynamo Kiew bei einem beschaulichen Zweitligisten in Österreich landete, war für Blochin kein Problem. "Egal wo, du musst deine Leistung bringen", sagt der Ukrainer, der dem SK Vorwärts ein enormes Medienecho bescherte und auch auf dem Platz überzeugte. Etwa beim entscheidenden 2:0-Auswärtssieg bei Voest Linz, der den Aufstieg in die 1. Bundesliga bedeutete. Seine ehemaligen Mitspieler Kurt Hochedlinger, Michael Novak und Günter Stöffelbauer erinnerten sich am Freitag gerne an die Zeit mit Blochin zurück. Er sei ein Weltklassespieler gewesen und abseits des Platzes ein feiner Mensch ohne Starallüren. Man hatte damals viel gewonnen und auch gerne miteinander gefeiert. "Es gibt viele lustige Geschichten. Gut, dass es damals kein Handy und keine Sozialen Medien gegeben hat", so Novak.

 

Fußballschule und Familie

 

Heute widmet sich Blochin vorwiegend der Familie und Nachwuchsprojekten beim ukrainischen Fußballverband. Seine Frau Anzhela und Tochter Ana waren beim Besuch in Steyr dabei. "Es hat sich nach über 30 Jahren nichts geändert", so Blochin über das Stadion, in dem ihm einst tausende Fans zujubelten. "Ich bin sehr dankbar für die Zeit, es hat mir gut gefallen."

 

Geschenke, Autogramme, Fotos

 

Zum Abschluss des Talks erhielt Blochin vom SK Vorwärts ein 100-Jahre-Jubiläumstrikot und das Buch "Zebizeba", Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl überreichte eine Ehrenurkunde der Stadt. Danach stand Blochin noch für Autogrammwünsche und Fotos zur Verfügung und wurde dann nach etwas mehr als einer Stunde mit viel Applaus wieder verabschiedet.



Datum: 07.02.2020 | Bereich: News Vorwärts KM | Von:  rh

Tabelle

1
SV Ried
20
38
2
SK Austria Klagenfurt
15
35
3
SK Vorwärts Steyr
7
25
4
SV Lafnitz
5
24
5
SC Austria Lustenau
-1
23
6
FC Wacker Innsbruck
-4
23
7
FC Juniors OÖ
0
22
8
FC Dornbirn 1913
0
21
9
SKU Amstetten
-2
21
10
FC Liefering
-1
20
11
GAK Grazer Athletiksport Klub
-4
18
12
FC Blau-Weiß Linz
-7
18
13
Young Violets Austria Wien
-1
17
14
FAC Wien
-7
17
15
SV Horn
-4
16
16
KSV 1919
-16
14