SK Vorwärts Steyr

 

SK Vorwärts Steyr  Tradition seit 1919    

Im Gespräch mit Wilhelm Wahlmüller

Trainier Willi Wahlmüller erzählt wie das Training im Moment aussieht, lässt die gespielten Spiele des Frühjahrs Revue passieren und gibt einen kleinen Ausblick.

 

Wie hat sich die Trainingswoche verändert?

Welche Komponenten / Disziplinen können die Jungs selbstständig zu Hause machen und was bleibt im Moment auf der Strecke?

 

Willi Wahlmüller: Es hat sich in diesen Tagen natürlich alles geändert und es ist eine ganz besondere Situation, die wir zuvor noch nie hatten. Demnach gibt es auch kein Patentrezept für „Fußballtraining“ in Krisensituationen. Die Spieler können allerdings selbständig das von uns vorgegebene Heimprogramm absolvieren. Dabei trainieren wir größtenteils die konditionellen Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit.

Weiters wird auch an den koordinativen Fähigkeiten gearbeitet.

Was natürlich auf der Strecke bleibt ist das technisch/taktische Mannschaftstraining mit und ohne Ball.

 

Habt ihr als Trainerteam die Möglichkeit individuell mit den einzelnen Spielern an Verbesserungen zu arbeiten?

 

Willi Wahlmüller: Im Moment ist es etwas schwierig daran zu arbeiten, aber soweit es möglich ist, versuchen wir den Spielern über ein Videoanalysetool individuelle Spielaktionen bereitzustellen, die wir dann situativ gemeinsam analysieren können.

Ansonsten ist es wichtig, den konditionellen Zustand auf einem optimalen Stand zu halten, damit wir bereit sind, falls es losgehen könnte.

 

Wie haltet ihr Kontakt und schaut, dass die Stimmung und die Motivation weiterhin gut bleiben?

 

Willi Wahlmüller: Wir tauschen uns regelmäßig per WhatsApp oder per Skype aus, das ist in der heutigen Zeit relativ einfach zu handhaben. Leider ist es unmöglich, die Spannung hochzuhalten, aber ich denke, dass es im Moment einfach viel wichtigeres gibt, als für den Fußball top motiviert zu sein.

In dieser Zeit sollten wir top motiviert sein, um gemeinsam alle Maßnahmen umzusetzen, die es bedarf, damit dieses Virus eingedämmt wird und wir so schnell als möglich wieder einen „normalen“ Alltag haben.

 

Ein Blick auf die Tabelle zeigt den SK Vorwärts Steyr auf Platz 4. Damit kann man durchaus zufrieden sein. Mit der Leistung beim letzten Spiel gegen Blau-Weiß Linz das noch regulär stattgefunden hat, warst du hingegen ganz und gar nicht zufrieden. Wie fühlt es sich an mit diesem letzten Spiel in die Zwangspause geschickt worden zu sein? Wäre es moralisch und für die Stimmung in der Mannschaft besser auf ein schöneres letztes Spiel zurückzublicken?

 

Willi Wahlmüller: Wir können mit dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft und dem momentanen Tabellenplatz absolut hochzufrieden sein.

Wir haben gewusst, dass unser Programm zu Beginn des Frühjahres, mit drei Auswärtsspielen in den ersten vier Partien, alles andere als leicht ist und wir haben in den ersten beiden Spielen gegen Wacker Innsbruck und die Juniors OÖ gepunktet, was zu Beginn auch immer wichtig ist.

Also war die Erwartungshaltung schon so, wer in Innsbruck punkten kann, kann das in Linz gegen BW Linz ebenfalls. Leider haben wir an diesem Abend keinen guten Tag erwischt und dieses Spiel verdient verloren, was aber definitiv kein Beinbruch ist. Wir wissen, dass wir immer am letzten Zacken spielen müssen, um in dieser schweren Liga punkten zu können. Diese Tatsache hat sich auch in der Frühjahrssaison nicht verändert.

Es sollte auch das Umfeld erkennen, dass wir mit überschaubaren Mitteln in dieser Liga antreten und uns bisher hervorragend geschlagen haben. Ich habe großen Respekt vor den gezeigten Leistung und der Einstellung meiner Spieler, aber leider ist es auch so, dass andere Mannschaften eine immense Qualität in ihren Teams haben, deshalb kann es auch vorkommen, dass man Spiele, wie das letzte gegen BW Linz, verliert, auch wenn es weh tut.

Dadurch lassen wir uns aber sicher nicht unsere Motivation nehmen, denn für uns ist jedes Bundesligaspiel etwas Besonderes und wir wollen jedes zu etwas Besonderem machen.

 

Lass uns abschließend bitte einen Blick in die Zukunft werfen! Wann die Kugel wieder rollt, können wir alle im Moment nicht sagen. Wie viele Wochen bzw. gemeinsame Trainings benötigt die Mannschaft, bevor man sie guten Gewissens wieder in ein Spiel schicken kann?

 

Willi Wahlmüller: Aus meiner Sicht benötigt man mindestens zwei Wochen Mannschaftstraining, allerdings kommt es auch darauf an, wie lange die Unterbrechung der Meisterschaft noch dauert.

Dieses Szenario ist allerdings für alle gleich, deshalb würde man mit denselben Voraussetzungen starten.

In diesem Sinne, bleibt gesund und zuhause, wir schaffen das!!

#derfußballbleibtzuhause



Datum: 27.03.2020 | Bereich: Allgemeine News | Von:  sw

Tabelle

1
FC Liefering
7
10
2
FC Blau-Weiß Linz
5
9
3
SK Austria Klagenfurt
3
7
4
SV Lafnitz
1
7
5
GAK Grazer Athletiksport Klub
1
6
6
FC Juniors OÖ
1
6
7
FC Dornbirn 1913
1
5
8
FC Wacker Innsbruck
1
5
9
FAC Wien
0
4
10
SV Horn
-2
4
11
SK Vorwärts Steyr
-2
4
12
SKU Amstetten
-2
3
13
KSV 1919
-2
3
14
SC Austria Lustenau
-4
2
15
Young Violets Austria Wien
-4
1
16
SK Rapid II
-4
1