SK Vorwärts Steyr

 

SK Vorwärts Steyr  Tradition seit 1919

Magazin | Karl Kötterl und der Spitz von Krems


Karl Kötterl ist ein Vorwärts-Urgestein. 1970 haben ihn seine Freunde Berger, Staudenmayr und Jetzinger zum Verein gebracht. 46 Jahre später ist er noch immer bei den Rot-Weißen aktiv und leitet heute die Medizinische Abteilung.


Hunderte Spieler und dutzende Trainer hat Karl Kötterl beim SK Vorwärts erlebt. „Ich bin mit allen sehr gut ausgekommen“, sagt das Urgestein, um kurz später zu ergänzen. „Außer mit einem.“ Gemeint ist Felix Latzke, der im Sommer 1991 nach Steyr kam. „Er wollte seinen Masseur von Admira bei uns unterbringen.“ Geklappt hat dies nicht, weil die Gehaltsforderungen des hauptberuflichen Masseurs aus Niederösterreich überhaupt nicht zur Budgetsituation bei der Vorwärts gepasst haben. Kötterl war dennoch weg. „Es war das einzige Mal, dass ich mit einem Trainer Wickel hatte.“


Einsätze beim Nationalteam


Zu Beginn seiner Tätigkeit bei Vorwärts ist Kötterl mit kleinen Bussen für den Verein unterwegs. „Dann haben sie mir aber gesagt, dass sie keinen Chauffeur brauchen, sondern einen Masseur.“ Sein Onkel Hermann Schreiberhuber war im Krankenhaus Masseur. „Er war blind, aber eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Er hat mir einige Griffe gezeigt.“ Später macht Kötterl die Ausbildung zum Sport- und Heilmasseur und bildet sich durch Seminare stetig weiter. Dadurch knüpft er Kontakte in der Szene, unter anderem zu Pepi Flenner, dem Masseur der Fußball-Nationalmannschaft. Und so kommt Kötterl im August 1977 beim 2:1 in Wien gegen Polen erstmals zu Team-Ehren. Er knetet die Muskeln der späteren Helden von Cordoba rund um Krankl und Prohaska. „Dann ist es dahin gegangen. Ich war sieben Jahre bei der Rad-Nationalmannschaft dabei, eine sehr schöne Zeit.“ Außerdem massiert Kötterl bei den heimischen Tischtennis-Assen, Boxern und den Basketballern.


Kurzes Gastspiel bei Amateure


Nach dem Streit mit Felix Latzke 1991 lotste ihn sein Nachbar und Chef bei Steyr-Mannlicher, Horst Wesp, zum Lokalrivalen Amateure Steyr. „Dort war ich aber nur ein paar Monate“, erinnert sich Kötterl. Dann kam nämlich der Anruf aus Linz vom Lask, wo er von 1992 bis 1998 im Einsatz war. „Damals war ich schon Betriebsrat und konnte mir die Zeit gut einteilen.“ Mehrmals in der Woche pendelte er in die Landeshauptstadt und verhehlt auch nicht, damals sehr gut verdient zu haben. „Unter Präsident Rieger war Geld über Geld da. Wir haben international gespielt und sind auf Trainingslager nach Florida und Dubai geflogen. Außerdem waren feine Trainer da, wie zum Beispiel der Friedel Rausch.“ Nach einer weiteren Station in Sierning ist Kötterl 2004 zum SK Vorwärts zurückgekehrt.

 

Einer, dem man gerne zuhört


Aus mehreren Jahrzehnten Vorwärts weiß Karl Kötterl viele Anekdoten zu erzählen. Ein ehemaliger Torjäger der Rot-Weißen, Hans Gröss, hat seinen Masseur besonders beansprucht, ihn aber fürstlich entlohnt. „Er hat mir für jedes Tor 1000 Schilling gezahlt.“ Kötterl erinnert sich auch mit einem Schmunzeln an ein Bundesliga-Auswärtsspiel in Salzburg Lehen. „Es war die 85. Minute, wir haben 1:0 geführt. Ich bin auf den Platz gelaufen, als mir der Koffer aufgegangen ist. Alles ist herumgelegen. Die Salzburger Spieler haben mich beschimpft und herumgezogen.“ Die Vorwärts hat den Sieg über die Zeit gebracht. In Krems bekommt Kötterl Probleme mit dem Schiedsrichter. „Der Berger Hubert hat ihm im Kabinengang einen Spitz gegeben, der Schiedsrichter hat mich beschuldigt.“ Kötterl musste nach Wien. „Dort habe ich gesagt, dass ich nicht gesehen habe, wer es war, weil es so finster war. Wir haben dann 700 Schilling Strafe gezahlt.“


Das Portrait von Karl Kötterl in voller Länge gibt es im neuen Volksroad-Magazin, das am Samstag beim Spiel gegen Grieskirchen im Stadion zum Preis von drei Euro erhältlich ist. Auf 28 Seiten bietet das Magazin Infos und Hintergrundgeschichten rund um den SK Vorwärts.



Datum: 03.11.2016 | Bereich: Allgemeine News | Von:  Robert Hofer

Tabelle

1
TSV Prolactal Hartberg
36
62
2
SV Licht Loidl Lafnitz
27
60
3
FC Gleisdorf 09
18
59
4
ATSV Stadl-Paura
22
51
5
DSC Deutschlandsberg
20
46
6
SK Vorwärts Steyr
7
44
7
SC Kalsdorf
3
44
8
Union Gurten
-4
42
9
Union T.T.I. St. Florian
-10
39
10
Sturm Graz Amateure
-9
38
11
SC Weiz
-12
38
12
SK Austria Klagenfurt
-18
35
13
SV Allerheiligen
-14
33
14
SPG Pasching/LASK Jun.
-6
31
15
SV Pöttinger Grieskirchen
-20
23
16
ATSV Wolfsberg
-40
19